Mediagrafie - Wild Women Don't Have No Blues

CDs von Wolfgang Bernreuther gibt es in Ladengeschäften, im Online-Fachhandel oder auch schnell und direkt bei



 

 

Jeanne Carroll & Wolfgang Bernreuther
Wild Women Don't Have No Blues

Jeanne Carroll - Gesang
Wolfgang Bernreuther - Gitarre
Rudi Bayer - Bass
Tim Hickey - Gitarre

Aufnahmen 2000.

Eine der faszinierendsten Blues-Neuerscheinungen 2014. Bisher unveröffentlichte Studio-Aufnahmen der legendären Jazz- und Blues-Sängerin Jeanne Carroll. Die schwarze Künstlerin wurde 1931 in Ruleville / Mississippi geboren und verstarb am 9. August 2011 in Aalst / Belgien, nachdem sie 2 Tage zuvor bei einem Live-Auftritt auf offener Bühne zusammengebrochen war.
Carroll arbeitete mit vielen namhaften Künstlern der Jazz- und Blues-Szene zusammen, wie z.B. mit Duke Ellington, Count Basie, Louisiana Red oder Lil Armstrong, der Frau von Louis Armstrong. 1969 veröffentlichte sie mit Little Brother Montgomery das Album „No Special Rider“. Es folgten LP-Einspielungen mit Blind John Davis, Willie Dixon und Franz Jackson. Mit Wolfgang Bernreuther veröffentlichte sie 1993 ihre erste Solo-LP „My Style Is Different“ (Bellaphon/L+R Records). Diese Aufnahme ist mittlerweile eine stark gesuchte Rarität.
Im Jahr 2000 spielte sie mit ihm ein weiteres Studio-Album ein, das bis dato unveröffentlicht geblieben ist. Jeanne wollte hier noch einmal ihre ganz persönlichen Lieblingslieder von anderen Künstlern aufnehmen. Das Titelstück “Wild Women Dont Have No Blues“ trifft mit seinem Mid-Tempo-Groove auch gleich die Seele dieser faszinierenden Musik. Fritz Rau sagte einst: „Blues ist mein Soul-Food“. Und dieses Stück steht dafür wie kaum ein anderes.
Carroll ist eine Wanderin zwischen der Blues- und der Jazz-Welt. So werden auch Fans beider Genres ihre wahre Freude daran haben.
Wunderschön und tiefgehend „St. James Infirmary“ oder „Cherry Red“. Tim Hickey aus Chicago veredelt diese Songs mit seiner herrlich leicht jazzig gespielten halbakustischen Gibson-Gitarre. Rudi Bayer zupft einen fantastisch knochentrockenen Kontrabass, der einen eng geknüpften Rhythmusteppich webt. Wolfgang Bernreuther spielt durchgehend seine geliebte akustische Gitarre und lässt die Blue Notes nur so perlen. Man höre und genieße “Good Morning Blues“. Die Aufnahmen sind perfekt eingefangen, sehr luftig, sehr duftig und räumlich ausgewogen mit einem wunderbaren Drive. Jedes Instrument ist ortbar und Carrolls Stimme schwebt gleichsam wie der Spirit einer längst vergangenen Zeit im Raum. Und so steht die Musik über allem. So schnell wird man nicht wieder so authentischen Zeitzeugen-Blues bekommen.
Diese Produktion ist auf den Punkt gebracht. Nicht zu Tode produziert und trotzdem perfekt. So dass jede einzelne Note die Seele trifft. Der Sound-Zauberer Wolfgang Feder hat beim Remastering der analogen Bänder alle Register seines Könnens gezogen. Und das ist unüberhörbar. Dass diese Aufnahmen nun so frisch und ausgewogen erstmals vorliegen, ist eine kleine Sensation. Denn es gibt sie einfach nicht mehr, die authentischen alten schwarzen Blueser, sieht man von den noch lebenden Legenden B.B. King und Buddy Guy mal ab. So und jetzt kommt der Knaller. Das Album erscheint nur auf Vinyl, nicht auf CD!

Titel:

A - Seite
A 01 Gin House Blues 3:19
A 02 St. James Infirmary 5:55
A 03 Wild Woman Don`t Have No Blues 3:23
A 04 Cherry Red 3:29
A 05 How Long Blues 5:13

B - Seite
B 06 Good Morning Blues 6:32
B 07 Rock Me Baby 4:41
B 08 Backwater Blues 7:16
B 09 The Thrill is Gone 4:19